Aus der Arbeit der Caritas

Vor allem aber wollen wir mit unseren Klienten, Angehörigen, Spendern, Partnern, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und Ihnen drängende soziale Fragen diskutieren: Welche Zukunft hat die Pflege? Darf es sein, dass Menschen in unserer Nachbarschaft in Armut leben? Wie katholisch will, muss und kann ein Wohlfahrtsverband in einer bunten Gesellschaft sein? Offen, ehrlich und konrovers wollen wir nach Antworten suchen und freuen uns darum besonders, dass wir mit Ulrich Fricker, Jürgen Hoeren und Gerd Morian drei namhafte und streitbare Gastautoren für unser Redaktionsteam gewinnen konnten. Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre und sind gespannt auf Ihre Anregungen und Hinweise.
Der "Konradius" steht Ihnen als Download bereit. Gerne senden wir Ihnen eine gedruckte Ausgabe zu. Schreiben Sie uns dazu einfach eine Mail an post@caritas-kn.de.

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Konradius 01/2015

Konradius 02/2015

Konradius 03/2016

Konradius 04/2016

Unsere Gastautoren

Gerd Morian

Gerd Morian: Schreibender Schatzsucher

 

Gerd Morian

 

Über 40 Jahre habe ich m Rhein-Main-Gebiet als Redakteur für Tageszeitungen gearbeitet. Soziale Themen kamen dabei leider etwas zu kurz. Das sollte im Ruhestand anders werden. Ich engagierte mich mit meiner Frau ehrenamtlich in der Behinderten- und Seniorenarbeit der Caritas Konstanz. Dank unserer Tochter, die mit ihrem Handicap im Haus Don Bosco wohnt und im Marienhaus arbeitet, erfuhren wir von den Problemen der Menschen in besonderen Lebenssituationen: zwischen Wohnen, Arbeit und Bürokratie. Es reizt mich, diese Erfahrungen und die Vielfalt der Caritas Konstanz im ,,Konradius“ weiter zu geben. Von meinem Schreibtisch im Schatten der Wollmatinger Martinskirche habe ich (fast) Vergessenes aus der Lokal- und Kunstgeschichte beleuchtet und publiziert, wobei der Erlös an das indische Sozialprojekt meiner Frau ging. Nun möchte ich für unsere Leserinnen und Leser auf den Dachböden der alten Caritas-Gebäude angestaubte Schätze aufspüren. Mein Interesse gilt jedoch nicht nur alten Kunstwerken, sondern auch den Ergebnissen aus den therapeutischen Mal- und Kunstprojekten und den aktuellen Themen der Caritas.

Jürgen Hoeren

Jürgen Hoeren: Brücken bauen in die Welt des Helfens

Jürgen Hoeren

Caritas – dieser lateinische Begriff für Barmherzigkeit und Liebe gibt einer Institution den Namen, die unendlich viel Gutes tut, ohne dies immer wieder an die große Glocke zu hängen. Die Caritas begleitet Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen – einsam, verlassen, hilflos, vergessen oder einfach übersehen. Caritas ist ein katholischer „Markenname“, der aber weit über das konfessionelle Milieu hinausreicht. Und das macht die Mitarbeit an Caritasprojekten und am „Konradius“ interessant: zu zeigen, wo Hilfe geleistet wird, wo unsere so reiche Gesellschaft Brennpunkte übersieht – und wo aus dem Gedanken der Barmherzigkeit, der Großherzigkeit und des christlichen Menschenbildes geholfen wird, geholfen werden muss. Für diese Hilfe braucht es vor allem Menschen, die sich die Zeit nehmen, anderen zu helfen. Gelebte Solidarität. Kooperation zwischen Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen. Warum schreibe ich für „Konradius“? Weil Caritas von den Menschen lebt, weil viele hilfesuchende Menschen gar nicht wissen, wo sie Hilfe, Ratschläge, Wegweisung finden können. Ich möchte Ihnen zeigen, welche Menschen mit welcher Kompetenz für die Caritas in Konstanz arbeiten. Sie sollten sich niemals scheuen, wenn sie Rat suchen, sich an die Caritas zu wenden. Barrieren abbauen, Menschen näher bringen – das ist mein Anliegen. Der „Konradius“ baut Brücken in die vielfältige Welt des Helfens.

 

Ulrich Fricker

Ulrich Fricker: Vier gute Gründe fürs Schreiben

Ulrich Fricker

Warum ich am neuen Konradius mitschreibe? Erstens weil mich Caritas-Vorstand Andreas Hoffmann, den ich schon lange kenne, gefragt hat und „man“ ungern Nein sagt. Das ist die einfachste Antwort. Zweitens, weil ich gerne schreibe. In diesem Fall stelle ich mein Schreiben in den Dienst einer Sache, die ich für eine gute halte. Und zum Dritten, weil die Caritas eine faszinierende Einrichtung ist: einer der größten Arbeitgeber der Region, ein Sozialkonzern, ein robuster Mitspieler in der Öffentlichkeit. Hauptberuflich arbeite ich beim Südkurier in der Politischen Redaktion und schreibe dort über das Erzbistum Freiburg, neue Bürgermeister in Baden oder interessante Politiker. Mit der Caritas und ihren vielen Aktivitäten hatte ich bisher eher selten zu tun. Das kann bald anders werden, wenn demnächst die ersten Beiträge für den Konradius entstehen. Hier habe ich die Gelegenheit, die eine oder andere Sache einmal anders anzupacken. Ein Thema mit Variationen. Es ist immer gut, wenn man den Blick weitet. Und mein vierter Grund: Von der Mitarbeit verspreche ich mir auch manch detaillierten Eindruck der Caritas und ihrer weit gestreuten Arbeitsfelder, die einem auf den ersten Blick gar nicht bewusst sind. Der Konradius wird für mich auch eine Zeit des Lernens sein – denn nichts anderes ist das Schreiben.

Sandra Pfanner

Sandra Pfanner: Erklärt in der aktuellen Ausgabe was Inklusion bedeutet

Sandra Pfanner

Sandra Pfanner ist Redakteurin beim Südkurier in der Lokalredaktion Konstanz. Davor hat sie als freie Autorin für die Allgäuer Zeitung geschrieben, beim SWR und Radio RT1 hospitiert. Sie studierte Medienwissenschaft und Soziologie an der Universität Konstanz und schrieb ihre Abschlussarbeit über die Internetplattform WikiLeaks und Datenjournalismus.